Perpetual Futures (Perps)
Perpetual Futures, kurz Perps, sind Futures-Kontrakte ohne Verfallsdatum. Du kannst sie halten, solange deine Margin reicht, und eine regelmäßige Funding-Zahlung zwischen Longs und Shorts hält den Kontraktpreis nahe am Spotpreis. Sie sind der meistgehandelte Derivatetyp im Kryptobereich.
Was Perps von normalen Futures unterscheidet
Ein klassischer Future verfällt an einem festen Datum und wird zum Spotpreis abgerechnet. Das zieht seinen Preis mit der Zeit an den Spotpreis heran. Ein Perpetual verfällt nie und braucht daher einen anderen Anker: die Funding Rate. In festen Abständen, oft alle acht Stunden, zahlt eine Seite an die andere.
Notiert der Perp über Spot, ist das Funding meist positiv, und Longs zahlen an Shorts. Das ermutigt zum Verkauf des Perps und drückt ihn zurück. Notiert er darunter, zahlen typischerweise Shorts an Longs. BitMEX machte dieses Design 2016 populär, inzwischen ist es Standard an vielen zentralen und dezentralen Börsen.
Ein Beispiel
Angenommen, du hinterlegst 500 USDC Margin und eröffnest auf einen BTC-Perp einen zehnfachen Long, also 5.000 USDC Exposure. Steigt BTC um 4 Prozent, gewinnst du etwa 200 USDC, abzüglich Gebühren. Liegt das Funding bei plus 0,01 Prozent pro acht Stunden, zahlst du pro Intervall etwa 0,50 USDC, solange du hältst. Fällt BTC um rund 9 bis 10 Prozent, ist deine Margin fast aufgebraucht, und die Position wird liquidiert.
Warum sie so beliebt sind
Perps bieten Hebel, einfaches Shorten und kein Rollen von Kontrakten. Sie werden rund um die Uhr gehandelt und meist in Stablecoins oder Krypto abgerechnet. Zum Absichern sind sie ein einfacher Weg, einen Spotbestand auszugleichen.
Die Risiken
Hoher Hebel bedeutet, dass kleine Kursbewegungen deine Margin vernichten können, und Funding-Kosten summieren sich, wenn du wochenlang hältst. Liquidationen richten sich nach dem Mark Price, nicht nach dem letzten Trade. Das schützt vor mancher Manipulation, überrascht aber Einsteiger. Bei extremen Bewegungen greifen Plattformen auf Versicherungsfonds oder Auto-Deleveraging zurück, das auch profitable Positionen schließen kann. Perps sind nicht in jedem Land für Privatanleger erlaubt, und Offshore-Plattformen bergen Gegenparteirisiko.
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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.
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Häufige Fragen
Warum heißen sie perpetual?
Weil sie kein Verfallsdatum haben. Du kannst die Position unbegrenzt offenhalten, solange die Margin reicht und du Funding zahlst oder erhältst.
Besitze ich den Coin, wenn ich einen Perp handle?
Nein. Ein Perp ist ein Kontrakt, der den Preis abbildet. Du gewinnst oder verlierst mit dem Kurs, hältst aber nie den Coin selbst.
Wie oft wird Funding gezahlt?
Das hängt von der Plattform ab. Alle acht Stunden ist üblich, manche Börsen rechnen stündlich oder in anderen Intervallen ab.
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