Team-Allokation
Die Team-Allokation ist der Anteil des Tokenangebots, der für Gründer, Entwickler und frühe Mitwirkende reserviert ist. Sie bezahlt die Leute, die das Projekt bauen, und ihre Größe und Vesting-Bedingungen verraten viel darüber, wer den Token kontrolliert.
Warum Projekte Token für das Team reservieren
Eine Blockchain oder ein Protokoll zu bauen, dauert Jahre. Die Token-Zuteilung ist die Krypto-Version von Mitarbeiteraktien: Sie belohnt die Entwickler und knüpft ihr Interesse an den langfristigen Erfolg des Projekts. Daneben gibt es meist weitere Töpfe, etwa für frühe Investoren, eine Treasury oder einen Ökosystem-Fonds, Community-Rewards und einen öffentlichen Verkauf.
Eine Standardgröße gibt es nicht. Die Anteile unterscheiden sich stark, und die Bezeichnung kann viel verbergen, weil Berater, eine Stiftung oder eine von den Gründern kontrollierte Firma eigene Töpfe halten können.
Wie Team-Token gesperrt werden
Team-Token unterliegen normalerweise einem Vesting-Plan, oft mit einem Cliff von etwa einem Jahr und danach monatlicher oder linearer Freigabe über mehrere Jahre. Das Team soll nicht verkaufen können, bevor das Produkt Zeit hatte, sich zu beweisen. Im Idealfall setzt ein Vesting-Vertrag on-chain die Sperre durch, den das Team nicht einfach aufheben kann.
Ein Beispiel
Angenommen, ein Projekt hat 1.000.000.000 Token und weist dem Team 200.000.000 zu, also 20 %, mit 12 Monaten Cliff und 36 Monaten monatlichem Vesting. Nach dem Cliff werden drei Jahre lang jeden Monat rund 5.560.000 Team-Token frei. Kontrolliert das Team zusätzlich eine Treasury mit 300.000.000 Token, steuern Insider faktisch die Hälfte des Angebots. Das zählt bei Governance-Abstimmungen ebenso wie beim möglichen Verkaufsdruck.
Warnsignale und was du prüfen solltest
Warnsignale sind ein großer Team-Anteil mit wenig oder gar keinem Vesting, ein Vesting, das lange vor dem Token-Start beginnt, sodass am ersten Tag schon viel frei ist, schwammige Formulierungen wie Token für den laufenden Betrieb und Wallets, die sich nicht zuordnen lassen. Anonyme Teams mit großen ungesperrten Anteilen standen hinter vielen Rug Pulls, bei denen Insider verkaufen und verschwinden.
Prüfe die offizielle Verteilungstabelle, suche die Vesting-Verträge on-chain und schau, ob Team-Wallets nach früheren Unlocks Token an Börsen geschickt haben. Dass ein Team einige Token verkauft, ist nicht automatisch schlecht, denn auch Mitwirkende haben Kosten. Große, nicht offengelegte Verkäufe sind aber ein ernster Vertrauensbruch.
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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.
Wie finde ich die Team- und Investoren-Wallets eines Projekts on-chain und sehe, ob sie verkauft haben?Coach fragen →
Häufige Fragen
Wie hoch ist eine normale Team-Allokation?
Eine feste Norm gibt es nicht, die Anteile schwanken stark. Wichtiger als die genaue Prozentzahl sind der gemeinsame Anteil aller Insider, die Vesting-Dauer und ob die Sperren on-chain durchgesetzt werden.
Darf ein Team seine Token verkaufen?
Ja, sobald sie freigegeben sind. Vesting regelt nur, wann Token übertragbar werden, nicht ob sie danach verkauft werden.
Wie kann ich Team-Wallets verfolgen?
Manche Projekte veröffentlichen ihre Vesting- und Treasury-Adressen. Diese kannst du mit einem Block Explorer beobachten und auf Überweisungen an Börsen achten.
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