Krypto-Glossar

Vesting-Plan

Ein Vesting-Plan ist der Zeitplan, der festlegt, wann und in welchen Mengen gesperrte Token an ihre Besitzer freigegeben werden. Er zeigt dir, wie viel neues Angebot wann auf den Markt kommen kann.

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Warum Token überhaupt gesperrt sind

Beim Start eines Krypto-Projekts gehört ein großer Teil der Token meist Insidern: Gründern, Entwicklern, frühen Investoren, Beratern und einer Treasury. Könnten alle am ersten Tag verkaufen, könnte der Kurs einbrechen und Insider könnten sich früh verabschieden. Vesting bedeutet: Die Token sind zugeteilt, aber gesperrt und werden erst Schritt für Schritt übertragbar.

Der Plan steht in der Regel in den Tokenomics-Unterlagen des Projekts. Im besseren Fall wird er durch einen Smart Contract durchgesetzt und nicht nur versprochen.

Die Bausteine: Cliff, Unlock und Laufzeit

Die meisten Pläne bestehen aus drei Elementen. Startpunkt ist oft das Token Generation Event (TGE), also der Tag, an dem der Token entsteht und gehandelt wird. Ein Cliff ist eine Wartezeit, in der nichts freigegeben wird. Danach werden Token entweder auf einen Schlag, in festen Tranchen wie monatlich oder quartalsweise oder laufend in kleinen Mengen freigegeben, dann spricht man von linearem Vesting.

Verschiedene Gruppen bekommen unterschiedliche Bedingungen. Käufer im öffentlichen Verkauf erhalten oft den Großteil zum Start, während das Team etwa ein Jahr Cliff und danach drei Jahre monatliche Freigaben hat.

Ein Rechenbeispiel

Angenommen, ein Projekt hat 1.000.000.000 Token und teilt frühen Investoren 150.000.000 zu, mit 12 Monaten Cliff und danach 24 Monaten monatlichem Vesting. Im ersten Jahr kann davon nichts bewegt werden. Ab Monat 13 werden bis Monat 36 jeden Monat 6.250.000 Token frei. Zirkulieren zum Start nur 200.000.000 Token, erhöht jede Monatsfreigabe das umlaufende Angebot anfangs um gut 3 %, und das ist spürbar.

Worauf du achten solltest

Prüfe, wer wie viel bekommt, wie lang der Cliff ist und wie groß die größten einzelnen Unlocks im Vergleich zum aktuellen Umlaufangebot sind. Schau nach, ob die Sperren on-chain durchgesetzt werden und ob ein Admin-Schlüssel den Vertrag ändern kann.

Typische Fehler: anzunehmen, dass ein Unlock den Kurs zwangsläufig drückt, oder dass er nie eine Rolle spielt. Empfänger müssen nicht verkaufen, und bekannte Unlocks sind oft teilweise eingepreist. Ein großer Cliff-Unlock bei einem dünn gehandelten Token kann aber erheblichen Verkaufsdruck erzeugen, und manchmal werden Pläne nach dem Start geändert.

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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.

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Häufige Fragen

Was passiert bei einem Token-Unlock?

Die freigegebenen Token werden übertragbar, ihre Besitzer können sie halten, staken oder verkaufen. Ein Unlock erhöht das Angebot, das verkauft werden könnte, nicht das, das tatsächlich verkauft wird.

Wo finde ich den Vesting-Plan eines Tokens?

Beginne mit der offiziellen Tokenomics-Seite oder dem Whitepaper und gleiche das mit den Vesting-Verträgen on-chain und unabhängigen Unlock-Trackern ab. Findest du gar nichts, ist das ein Warnsignal.

Ist ein längerer Vesting-Plan besser?

Längeres Vesting bindet Insider meist länger an das Projekt und verteilt neues Angebot über mehr Zeit. Sicher wird ein Token dadurch allein nicht, und die Größe jeder Freigabe zählt genauso wie die Laufzeit.

Verwandte Begriffe

VestingCliffUnlockLineares VestingUmlaufmengeAngebotsüberhang

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