Stop-Loss
Ein Stop-Loss ist eine Order, die eine Position automatisch schließt, sobald sich der Kurs um einen festgelegten Betrag gegen dich bewegt. Er begrenzt den Verlust eines Trades, solange der Markt ihn auch nahe deinem Preis ausführen kann.
So funktioniert ein Stop-Loss
Du legst einen Auslösepreis fest, den Stop-Preis. Solange der Markt bei einer Long-Position darüber bleibt, passiert nichts. Sobald ein Trade auf oder unter dem Stop-Preis stattfindet, schickt die Börse eine Order, die deine Position schließt.
Auf den meisten Plattformen wird ein einfacher Stop-Loss beim Auslösen zur Market Order. Er wird also zum besten verfügbaren Preis in diesem Moment ausgeführt, und der kann schlechter sein als dein Stop-Preis. Die Stop-Limit-Order ist die Variante mit Mindestpreis, die dafür eventuell gar nicht ausgeführt wird.
Ein Beispiel
Angenommen, du kaufst 1 ETH zu 2.000 Dollar und willst bei diesem Trade höchstens 10 Prozent verlieren. Du setzt einen Stop-Loss bei 1.800. Fällt der Kurs auf 1.800, wird dein ETH automatisch verkauft. In einem ruhigen Markt bekommst du vielleicht 1.798. In einem schnellen Crash vielleicht 1.750, weil die Kauforders um 1.800 schon weg waren. Diese Differenz heißt Slippage.
Warum Trader Stop-Loss-Orders nutzen
Ein Stop-Loss macht aus einem vagen Plan eine Regel. Er legt deinen Ausstieg fest, bevor Emotionen ins Spiel kommen, schützt dich, wenn du nicht auf den Bildschirm schaust, und hilft bei der Positionsgröße: Kennst du den Abstand zum Stop, kennst du deinen maximal geplanten Verlust.
Bei gehebelten Trades ist er besonders wichtig. Ein Stop vor dem Liquidationspreis lässt dich zu deinen eigenen Bedingungen aussteigen, statt dass die Börse die Position schließt und Liquidationsgebühren berechnet.
Grenzen und typische Fehler
Zu enge Stops werden vom normalen Kursrauschen ausgelöst, und du fliegst aus einem Trade, der später in deine Richtung läuft. Stops auf runden, offensichtlichen Marken liegen oft dort, wo sich viele andere Stops sammeln, und kurze Dochte durch diese Bereiche sind häufig.
Ein Stop-Loss ist keine Garantie. Kurslücken, Börsenausfälle und dünne Orderbücher können zu Ausführungen weit weg vom Stop-Preis führen. Zudem speichert meist die Börse den Stop, er hängt also davon ab, dass sie funktioniert.
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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.
Wie lege ich einen Stop-Loss anhand der Volatilität fest statt mit einem festen Prozentwert?Coach fragen →
Häufige Fragen
Garantiert ein Stop-Loss meinen Ausstiegspreis?
Nein. Ein normaler Stop-Loss wird zur Market Order und kann bei schnellen Bewegungen unter dem Stop-Preis ausgeführt werden. Fest ist nur der Auslöser, nicht der Ausführungspreis.
Wo sollte ein Stop-Loss liegen?
Viele Trader setzen ihn dort, wo ihre Trade-Idee widerlegt wäre, etwa unter einer Unterstützung, statt bei einem willkürlichen Prozentwert. Der passende Abstand hängt von der Volatilität und der Positionsgröße ab.
Was ist der Unterschied zwischen Stop-Loss und Stop-Limit-Order?
Ein Stop-Loss wird nach dem Auslösen meist zum Marktpreis ausgeführt. Eine Stop-Limit-Order wird zur Limit Order mit Preisgrenze, sie kontrolliert also den Preis, wird aber eventuell nicht ausgeführt.
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