Slippage-Toleranz
Die Slippage-Toleranz ist die größte Preisabweichung, die du bei einem Trade akzeptierst, meist als Prozentwert. Bewegt sich der Kurs vor der Ausführung stärker, wird der Trade abgebrochen, statt zu einem schlechteren Preis ausgeführt zu werden.
Warum sich dein Swap-Kurs ändern kann
Auf einer dezentralen Börse (DEX) siehst du ein Angebot, signierst die Transaktion und wartest, bis sie in einen Block aufgenommen wird. In der Zwischenzeit können andere Trades denselben Liquidity Pool treffen und den Kurs verschieben. Auch dein eigener Trade bewegt den Kurs, in kleinen Pools stärker. Die Differenz zwischen angezeigtem und ausgeführtem Preis heißt Slippage.
Mit der Slippage-Toleranz begrenzt du diese Differenz. Die DEX-Oberfläche macht daraus eine feste Zahl in der Transaktion: einen Mindestbetrag, den du bei einem Verkauf erhalten musst, oder einen Höchstbetrag, den du bei einem Kauf zahlst. Der Smart Contract prüft diese Zahl bei der Ausführung und macht den Trade rückgängig, wenn sie nicht erreicht wird.
Ein Beispiel
Angenommen, du tauschst 1 ETH und das Angebot zeigt 2.000 USDC. Bei 0,5 % Toleranz beträgt der Mindestbetrag 1.990 USDC. Fällt der Pool-Kurs so, dass du nur 1.985 USDC bekämst, scheitert die Transaktion und du behältst dein ETH. Die Gasgebühr für den Versuch zahlst du auf den meisten Chains trotzdem. Bei 5 % Toleranz könnte derselbe Trade schon bei 1.900 USDC ausgeführt werden.
Zu hoch oder zu niedrig eingestellt
Ist sie zu niedrig, scheitern Trades in schnellen Märkten oder bei volatilen Token immer wieder, und jeder Fehlversuch kostet Gas. Ist sie zu hoch, lädst du Sandwich-Attacken ein: Ein Bot sieht deine wartende Transaktion im öffentlichen Mempool, kauft direkt vor dir, um den Kurs bis an deine Grenze zu treiben, lässt deinen Trade zu diesem schlechteren Preis laufen und verkauft gleich danach. Sein Gewinn stammt aus dem Spielraum, den deine Toleranz erlaubt hat.
Token, die bei jedem Transfer eine Gebühr abziehen, brauchen oft eine höhere Einstellung, damit der Swap überhaupt durchgeht. Genau deshalb fordern Scam-Token Käufer manchmal auf, die Slippage ungewöhnlich hoch zu setzen. Bei 20 % oder mehr solltest du misstrauisch werden.
So begrenzt du den Schaden
Große Trades aufteilen, in tieferen Pools handeln und private Transaktionswege nutzen, die deine Order vor dem öffentlichen Mempool verbergen: All das senkt die nötige Slippage. Manche DEX-Aggregatoren setzen die Toleranz automatisch je nach Pool und Token. Den angezeigten Mindestbetrag solltest du vor dem Signieren trotzdem lesen.
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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.
Wie sollte sich die Slippage-Toleranz zwischen einem großen liquiden Paar und einem kleinen neuen Token unterscheiden, und warum?Coach fragen →
Häufige Fragen
Welche Slippage-Toleranz ist üblich?
Bei großen, liquiden Paaren nutzen viele Oberflächen standardmäßig etwa 0,5 % oder weniger. Kleine oder volatile Token brauchen oft mehr, abhängig von Pool-Tiefe und Marktgeschwindigkeit.
Warum ist mein Swap mit einem Slippage-Fehler gescheitert?
Der Kurs hat sich vor der Ausführung stärker bewegt als deine Toleranz erlaubt, also hat der Contract den Trade zu deinem Schutz abgebrochen. Gas für den Versuch wird meist trotzdem berechnet.
Ist Slippage-Toleranz dasselbe wie Slippage?
Nein. Slippage ist die tatsächliche Preisabweichung. Die Slippage-Toleranz ist die maximale Abweichung, die du zulässt, bevor der Trade abgelehnt wird.
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