Krypto-Glossar

Market Maker

Ein Market Maker ist ein Händler oder eine Firma, die fortlaufend einen Kauf- und einen Verkaufskurs für einen Vermögenswert stellt, damit andere jederzeit handeln können. So stellt er dem Markt Liquidität bereit.

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Was ein Market Maker tatsächlich tut

Jeder Trade braucht zwei Seiten. Wenn du jetzt einen Coin verkaufen willst, muss jemand bereit sein, ihn jetzt zu kaufen. Ein Market Maker löst dieses Problem, indem er auf beiden Seiten des Orderbuchs Orders stehen lässt: ein Bid (der Preis, den er zahlt) und ein Ask (der Preis, zu dem er verkauft).

Die Lücke zwischen beiden Preisen heißt Spread. Der Market Maker will viele Male am Tag zum Bid kaufen und zum Ask verkaufen und an jeder Runde ein wenig verdienen, statt auf die Kursrichtung zu wetten.

Ein Beispiel

Angenommen, ein Market Maker stellt für einen Token 9,98 im Kauf und 10,02 im Verkauf. Ein Trader verkauft ihm 1.000 Token zu 9,98, kurz darauf kauft ein anderer 1.000 Token zu 10,02. Bleibt der Kurs stabil, hat der Market Maker rund 40 Dollar verdient, abzüglich Gebühren. Fällt der Kurs aber auf 9,50, bevor er verkaufen kann, verliert er an den Token im Bestand. Dieses Bestandsrisiko zu steuern ist der Kern der Arbeit.

Wer im Kryptomarkt Market Making betreibt

Auf zentralen Börsen sind Market Maker meist spezialisierte Handelsfirmen mit automatisierter Software. Börsen belohnen sie oft mit niedrigen oder sogar negativen Maker-Gebühren, weil stehende Orders das Orderbuch tiefer machen. Auch Token-Projekte schließen Verträge mit Market-Making-Firmen, damit ihr Coin nach dem Listing handelbar bleibt.

Im DeFi-Bereich übernehmen oft Automated Market Maker (AMMs) diese Rolle: Smart Contracts, die Preise per Formel berechnen und von normalen Nutzern finanziert werden, die Token in Liquidity Pools einzahlen.

Warum das wichtig ist und was schiefgehen kann

Gutes Market Making bedeutet engere Spreads, weniger Slippage und fairere Preise für alle. Ziehen sich Market Maker zurück, oft bei plötzlichen Crashs, werden Spreads breiter und Orderbücher dünner, und dieselbe Order bewegt den Kurs viel stärker.

Market Maker können aber auch Teil des Problems sein. Manche Deals zwischen kleinen Token-Projekten und Market-Making-Firmen wurden mit Wash Trading, also künstlichem Volumen, oder mit großen Verkäufen kurz nach dem Start in Verbindung gebracht. Ein lebhaft wirkender Markt beweist keine echte Nachfrage.

Frag Coach dazu

Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.

Woran erkenne ich, ob das Handelsvolumen eines Coins aus echter Nachfrage oder vor allem von Market Makern stammt?Coach fragen →

Häufige Fragen

Manipulieren Market Maker die Kurse?

Ehrliches Market Making nicht, es verdient am Spread, weil es jederzeit handelbereit ist. Manipulation wie Spoofing oder Wash Trading ist etwas anderes und in regulierten Märkten verboten.

Wie verdienen Market Maker Geld?

Vor allem am Spread zwischen Bid und Ask und an Gebührenrabatten der Börsen, wiederholt über sehr viele Trades. Verluste entstehen, wenn sich der Kurs stark gegen ihren Bestand bewegt.

Ist ein Automated Market Maker dasselbe?

Er erfüllt dieselbe Funktion, aber statt einer Firma setzt ein Smart Contract den Preis anhand des Verhältnisses der Token in einem Pool. Die Liquidität kann jeder bereitstellen.

Verwandte Begriffe

LiquiditätOrder BookGeld-Brief-SpanneMaker-GebührAMM (Automated Market Maker)Markttiefe

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