Krypto-Glossar

Hedging

Hedging bedeutet, eine Gegenposition einzugehen, damit Verluste bei einem Bestand ganz oder teilweise durch Gewinne an anderer Stelle ausgeglichen werden. Das senkt das Risiko, aber auch mögliche Gewinne, und kostet meist etwas.

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Die Grundidee

Ein Hedge ist eine Art Versicherung. Hältst du ein Asset und fürchtest einen Kursrückgang, willst aber nicht verkaufen, etwa aus steuerlichen oder langfristigen Gründen, eröffnest du eine Position, die bei fallenden Kursen gewinnt. Beide Positionen laufen gegenläufig, die Schwankung deines Portfolios wird kleiner.

Übliche Werkzeuge im Kryptobereich sind Short-Positionen auf Futures oder Perpetual Futures, gekaufte Put-Optionen oder das Umschichten eines Teils in Stablecoins. Letzteres ist streng genommen ein Teilausstieg, kein Hedge.

Ein Rechenbeispiel

Angenommen, du hältst 1 BTC, und der Preis liegt für dieses Beispiel bei 60.000 Dollar. Du eröffnest eine Short-Position über 1 BTC in Perpetual Futures. Fällt der Kurs auf 50.000, verliert dein Coin 10.000 Dollar an Wert, der Short gewinnt ungefähr 10.000, unterm Strich bist du nahe null. Steigt der Kurs auf 70.000, gewinnt der Coin, und der Short verliert etwa gleich viel. Du hast den aktuellen Wert ungefähr festgeschrieben, abzüglich Gebühren und Funding.

Mit einer Put-Option zahlst du stattdessen vorab eine Prämie. Fällt der Kurs unter den Basispreis, gewinnt der Put an Wert; steigt er, behältst du die Gewinne und verlierst nur die Prämie.

Was Hedging kostet

Umsonst ist nichts. Futures-Hedges bringen Handelsgebühren und Funding Rates mit sich, die du je nach Marktlage zahlst oder erhältst. Optionen kosten eine Prämie, die mit der Zeit an Wert verliert. Und ein vollständiger Hedge nimmt dir neben dem Risiko auch die Chance.

Wo Hedges schiefgehen

Ein Short-Hedge auf einem gehebelten Konto kann bei einer scharfen Rally liquidiert werden. Dann ist dein Coin genau dann ungesichert, wenn du Schutz brauchst. Einen Coin mit einem anderen abzusichern, etwa einen Altcoin mit Bitcoin-Futures, funktioniert nur, solange beide gleich laufen, was im Crash oft nicht der Fall ist. Hedges auf einer Börse bringen Gegenparteirisiko: Geht die Plattform pleite wie FTX 2022, kann der Hedge wertlos sein.

Frag Coach dazu

Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.

Welche Vor- und Nachteile hat Hedging mit Perpetual Futures im Vergleich zu Put-Optionen?Coach fragen →

Häufige Fragen

Ist Hedging dasselbe wie Shorten?

Shorten ist eine Möglichkeit zu hedgen. Zum Hedge wird es, wenn es einen bestehenden Bestand ausgleicht, statt eine eigenständige Wette auf fallende Kurse zu sein.

Kann man beim Hedging Geld verlieren?

Ja. Du zahlst Gebühren, Funding oder Prämien, und ein unvollständiger Hedge oder ein liquidierter Short kann zu Verlusten auf beiden Seiten führen.

Warum nicht einfach verkaufen?

Verkaufen ist die einfachste Risikosenkung. Gehedgt wird, wenn man das Asset behalten will, etwa wegen Steuern, Staking oder langfristiger Überzeugung.

Verwandte Begriffe

Short-PositionRisikomanagementPerpetual Futures (Perps)Put-OptionStablecoinFunding Rate

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