Volatilität
Volatilität beschreibt, wie stark der Kurs eines Vermögenswerts über die Zeit schwankt. Je größer und schneller die Ausschläge, desto höher die Volatilität. Krypto-Assets gehören zu den volatilsten Anlagen, die Privatanleger kaufen können.
Wie Volatilität gemessen wird
Am gebräuchlichsten ist die historische Volatilität: die Standardabweichung der Renditen eines Assets über einen Zeitraum, meist als annualisierter Prozentwert angegeben. Je höher die Zahl, desto weiter streuen die Renditen um ihren Durchschnitt.
Die implizite Volatilität ist etwas anderes. Sie wird aus Optionspreisen abgeleitet und zeigt, wie viel Bewegung der Optionsmarkt künftig erwartet. Beides sind Schätzungen, und keine sagt dir die Richtung der nächsten Bewegung.
Warum Krypto so volatil ist
Mehrere Faktoren wirken zusammen. Viele Krypto-Assets haben keine Zahlungsströme, die ihren Wert verankern, die Kurse hängen also stark an Erwartungen und Stimmung. Gehandelt wird rund um die Uhr, die Liquidität kleinerer Token ist dünn, und Hebel sind leicht verfügbar. Zwangsliquidationen können so aus einer mäßigen Bewegung einen Crash oder eine Spitze machen.
Die Volatilität unterscheidet sich zudem je nach Asset und Zeitraum. Bitcoin war im Allgemeinen weniger volatil als kleine Altcoins, und Stablecoins streben fast keine Schwankung an, auch wenn selbst sie ihre Kopplung verlieren können.
Ein Beispiel
Angenommen, zwei Assets beenden das Jahr dort, wo sie begonnen haben. Das eine bewegt sich sanft und weicht nie mehr als 5 % vom Startkurs ab. Das andere verdoppelt sich, halbiert sich und erholt sich wieder. Beide brachten 0 %, aber das zweite war weit volatiler. Wer nahe dem Hoch kaufte oder nahe dem Tief verkaufte, hatte ein ganz anderes Ergebnis.
Was das für dein Risiko bedeutet
Hohe Volatilität wirkt in beide Richtungen: Sie schafft die Chance auf große Gewinne und das Risiko großer Verluste. Besonders gefährlich ist sie mit Hebel, weil ein plötzlicher Ausschlag eine Position liquidieren kann, bevor sich der Kurs erholt.
Viele Anleger begegnen der Volatilität, indem sie Positionen so bemessen, dass ein großer Rückgang ihre Finanzen nicht gefährdet, Käufe über die Zeit verteilen und kein Geld einsetzen, das sie bald brauchen. Volatilität ist nicht dasselbe wie dauerhafter Verlust, kann aber zu einem führen, wenn du zum falschen Zeitpunkt verkaufen musst oder willst.
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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.
Wie wird die Volatilität von Bitcoin gemessen, und wie hat sie sich über die Jahre verändert?Coach fragen →
Häufige Fragen
Warum ist Krypto volatiler als Aktien?
Kryptomärkte sind jünger, stärker von Stimmung als von Zahlungsströmen getrieben, rund um die Uhr geöffnet und voller Hebel. Dadurch werden Bewegungen größer und schneller.
Ist hohe Volatilität gut oder schlecht?
An sich weder noch. Sie erhöht mögliche Gewinne und mögliche Verluste und ist besonders gefährlich, wenn du mit geliehenem Geld handelst.
Was unterscheidet historische und implizite Volatilität?
Die historische Volatilität misst, wie stark sich Kurse tatsächlich bewegt haben. Die implizite Volatilität stammt aus Optionspreisen und spiegelt die Erwartungen des Marktes.
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