Wertaufbewahrungsmittel
Ein Wertaufbewahrungsmittel ist Geld oder ein dafür gehaltener Vermögenswert, der seine Kaufkraft über die Zeit erhält, sodass du mit heutigem Ersparten auch später noch ungefähr gleich viel kaufen kannst.
Eine der drei Funktionen des Geldes
Ökonomen beschreiben Geld meist über drei Funktionen: Tauschmittel (du bezahlst damit), Recheneinheit (Preise werden darin angegeben) und Wertaufbewahrungsmittel (du kannst damit sparen). Bei der dritten Funktion geht es um Zeit. Legst du ein Monatsgehalt zur Seite, sollte ein gutes Wertaufbewahrungsmittel dafür sorgen, dass du dir damit auch Jahre später noch etwa dasselbe leisten kannst.
Ein perfektes Wertaufbewahrungsmittel gibt es nicht. Jeder Vermögenswert liegt irgendwo auf einer Skala: wie gut, über welchen Zeitraum und mit welchen Schwankungen unterwegs.
Was einen Vermögenswert wertbeständig macht
Hilfreich sind Knappheit (das Angebot lässt sich nicht einfach ausweiten), Haltbarkeit, Transportierbarkeit, Teilbarkeit und eine breite, dauerhafte Nachfrage. Genauso wichtig ist das Vertrauen in die Regeln hinter dem Vermögenswert.
Gold punktet bei Knappheit und Haltbarkeit und wird deshalb seit Jahrtausenden zum Sparen genutzt. Fiatwährungen wie Euro oder Franken sind praktisch, verlieren aber durch eine gewollte, moderate Inflation jedes Jahr etwas Kaufkraft. Immobilien und Aktien können Wert ebenfalls erhalten, lassen sich aber nicht immer schnell verkaufen, und auch ihre Preise schwanken.
Ist Bitcoin ein Wertaufbewahrungsmittel?
Befürworter nennen Bitcoin digitales Gold, weil die Menge auf 21 Millionen Coins begrenzt ist und der Ausgabeplan öffentlich und schwer änderbar ist. Kritiker weisen darauf hin, dass der Kurs mehrfach innerhalb weniger Monate um mehr als die Hälfte gefallen ist, also genau das, was Sparer auf kurze Sicht nicht wollen. Beides stimmt gleichzeitig: Das feste Angebot ist ein starkes Merkmal, den Preis bestimmt aber die Nachfrage, und die kann stark einbrechen.
Ob etwas als Wertaufbewahrungsmittel taugt, hängt also stark von deinem Zeithorizont ab und davon, wie viel Schwankung du zwischendurch aushältst.
Typische Denkfehler
Ein häufiger Fehler ist, eine kurze Phase steigender Preise als Beweis für Wertbeständigkeit zu sehen. Ein anderer: zu vergessen, dass Gebühren, Verwahrungsrisiken und Steuern ebenfalls an dem nagen, was dir am Ende bleibt.
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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Wertaufbewahrung und Investition?
Ein Wertaufbewahrungsmittel soll vor allem Kaufkraft erhalten, eine Investition soll sie vermehren und geht dafür meist mehr Risiko ein. Manche Vermögenswerte werden für beides genutzt.
Ist Bargeld ein gutes Wertaufbewahrungsmittel?
Kurzfristig ist Bargeld nominal stabil, doch Inflation verringert langsam, was du dafür bekommst. Über viele Jahre verliert reines Bargeld in der Regel Kaufkraft.
Warum gilt Gold als Wertaufbewahrungsmittel?
Gold ist knapp, haltbar und wird seit Jahrtausenden in vielen Kulturen geschätzt, und sein Angebot wächst durch Bergbau nur langsam. Trotzdem schwankt auch der Goldpreis, teils deutlich.
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