Krypto-Glossar

Goldstandard

Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem Geld direkt oder indirekt an eine feste Menge Gold gebunden ist, was begrenzt, wie viel Geld ausgegeben werden kann.

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So funktioniert ein Goldstandard

Beim klassischen Goldstandard legt ein Land einen festen Goldpreis für seine Währung fest, und Banknoten lassen sich zu diesem Kurs in Gold eintauschen. Weil die Zentralbank genug Gold halten muss, um Einlösungen zu bedienen, kann sie nicht beliebig Geld drucken. Binden sich zwei Länder an Gold, ist auch ihr Wechselkurs faktisch fix.

Es gibt schwächere Varianten. Beim Golddevisenstandard bindet ein Land seine Währung an eine andere Währung, die ihrerseits in Gold einlösbar ist, also eine indirekte Bindung.

Vom 19. Jahrhundert bis 1971

Großbritannien hatte über weite Teile des 19. Jahrhunderts faktisch einen Goldstandard, um 1900 folgten viele große Volkswirtschaften. Im Ersten Weltkrieg und in der Weltwirtschaftskrise brach das System zusammen, weil Staaten Spielraum brauchten, um Kriege zu finanzieren und Deflation zu bekämpfen. Großbritannien verließ den Goldstandard 1931.

Ab 1944 band das Bretton-Woods-System die großen Währungen an den US-Dollar und den Dollar zu 35 Dollar je Unze an Gold, einlösbar für ausländische Regierungen. Im August 1971 setzten die USA diese Einlösbarkeit aus, und die Welt wechselte zu Fiatgeld mit flexiblen Wechselkursen.

Argumente dafür und dagegen

Befürworter sagen, Gold diszipliniere: Regierungen können nicht einfach Geld schaffen, langfristig bleibt die Inflation eher niedrig. Kritiker halten diese Starrheit für gefährlich. Die Geldmenge hängt dann vom Goldbergbau ab statt vom Bedarf der Wirtschaft, und Länder mit Goldbindung konnten kaum auf Bankenpaniken reagieren. Viele Ökonomen sehen darin einen Grund, warum sich die Weltwirtschaftskrise verschärfte.

Warum Krypto die Debatte neu belebt

Der feste Ausgabeplan von Bitcoin greift die Kernidee des Goldstandards auf: eine Geldregel, die keine Autorität einfach ändern kann. Deshalb wird Bitcoin oft digitales Gold genannt. Anders als beim Goldstandard verspricht bei Bitcoin aber kein Staat, irgendetwas einzulösen. Sein Wert hängt allein von der Nachfrage am Markt ab.

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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.

Warum ist das Bretton-Woods-System 1971 zusammengebrochen?Coach fragen →

Häufige Fragen

Nutzt heute noch ein Land den Goldstandard?

Keine große Volkswirtschaft. Zentralbanken halten zwar weiterhin Gold als Reserve, ihre Währungen sind aber nicht in Gold einlösbar.

Wann haben die USA den Goldstandard verlassen?

Die Einlösbarkeit für Bürger endete 1933, die verbliebene Bindung für ausländische Regierungen wurde im August 1971 ausgesetzt.

Ist Bitcoin ein neuer Goldstandard?

Er teilt die Idee einer harten Mengenbegrenzung, ist aber kein Goldstandard: Nichts deckt ihn oder löst ihn ein, und sein Kurs kann stark schwanken.

Verwandte Begriffe

FiatgeldWertaufbewahrungsmittelDigitales GoldZentralbankGeldmenge

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