KYC
KYC, kurz für Know Your Customer, ist die Identitätsprüfung, mit der eine Finanzplattform feststellt, wer ein Nutzer ist. Regulierte Kryptobörsen und Broker verlangen sie meist, bevor du einzahlen, handeln oder auszahlen kannst.
Was eine KYC-Prüfung umfasst
Üblicherweise gibst du Namen, Geburtsdatum und Adresse an, lädst ein Foto eines amtlichen Ausweises wie Pass oder Personalausweis hoch und machst ein Selfie oder kurzes Video, damit die Plattform dein Gesicht mit dem Dokument abgleichen kann. Manche verlangen zusätzlich einen Adressnachweis, etwa eine aktuelle Rechnung, und bei größeren Beträgen Angaben zur Herkunft deines Geldes.
Die Prüfung übernimmt oft ein spezialisierter Identitätsdienstleister im Auftrag der Börse. Sie dauert Minuten bis mehrere Tage.
Warum Plattformen sie verlangen
KYC ist Teil der Regeln gegen Geldwäsche (AML). In den meisten Ländern gelten Unternehmen, die Krypto gegen Geld tauschen oder für Kunden verwahren, als regulierte Finanzdienstleister und müssen wissen, wen sie bedienen. Das hilft gegen Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Sanktionsumgehung und erlaubt Behörden, Gelder bei Ermittlungen nachzuverfolgen.
Privatsphäre und Sicherheit
Ausweisdokumente abzugeben, birgt Risiken. Plattformen und ihre Dienstleister können gehackt werden, und geleakte KYC-Daten lassen sich für Identitätsdiebstahl oder gezieltes Phishing nutzen. Dein Name wird außerdem mit den Blockchain-Adressen verknüpft, auf die du auszahlst.
Auch Betrüger nutzen KYC. Gefälschte Verifizierungsseiten, Nachrichten mit der Aufforderung, dein Konto „neu zu verifizieren“, oder Bitten, deinen Ausweis auf einer unbekannten Seite hochzuladen, sind gängige Phishing-Tricks. Erledige KYC nur in der offiziellen App oder Website, die du selbst aufgerufen hast.
KYC und Self-Custody
KYC gilt für die Dienste, die du nutzt, nicht für die Blockchain selbst. In einer Self-Custody-Wallet kannst du Krypto grundsätzlich ohne KYC halten, regulierte Börsen können aber verlangen, dass du bestätigst, dass eine Auszahlungsadresse dir gehört.
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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.
Warum verlangen Börsen manchmal zusätzliche Nachweise über die Herkunft meines Geldes?Coach fragen →
Häufige Fragen
Ist KYC bei einer Kryptobörse sicher?
Es ist auf regulierten Plattformen eine normale gesetzliche Pflicht. Die Hauptrisiken sind Datenlecks und gefälschte KYC-Seiten, nutze also nur offizielle Wege und seriöse Anbieter.
Kann ich Krypto ohne KYC nutzen?
Self-Custody-Wallets und viele dezentrale Apps verlangen es nicht, der Tausch zwischen Krypto und Bankgeld über einen regulierten Anbieter aber in der Regel schon.
Warum wurde mein KYC abgelehnt?
Häufige Gründe sind unscharfe Fotos, abgelaufene Dokumente, abweichende Namen oder Adressen oder ein Wohnsitz in einem Land, das die Plattform nicht bedient.
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