Krypto-Glossar

Honeypot

Ein Honeypot ist ein Token- oder Smart-Contract-Aufbau, der Käufe zulässt, Verkäufe aber verhindert oder stark einschränkt. Das Geld der Käufer fließt hinein, herausholen können es nur die Ersteller.

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So funktioniert ein Honeypot

Der Betrüger veröffentlicht einen Token mit versteckten Regeln im Code und legt einen Liquidity Pool an einer dezentralen Börse an. Kaufen funktioniert ganz normal, der Chart steigt, und der Token wirkt beliebt. Wollen normale Halter verkaufen, scheitert die Transaktion, oder der Contract behält fast den gesamten Erlös als Steuer ein.

Typische Tricks sind eine Blacklist, die Verkäufer sperrt, eine Verkaufsfunktion nur für vom Besitzer freigeschaltete Adressen, eine Verkaufssteuer, die der Besitzer jederzeit auf fast 100 Prozent anheben kann, oder ein pausierbarer Handel. Irgendwann verkauft der Ersteller seine eigenen Token oder zieht die Liquidität ab, und der Kurs bricht zusammen.

Ein Beispiel

Angenommen, du entdeckst einen neuen Token, dessen Kurs sich an einem Tag verzehnfacht hat, und kaufst für 200 USDC. Ein paar Stunden später willst du verkaufen. Deine Wallet zeigt, dass die Transaktion immer wieder scheitert, oder ein Verkauf geht durch, bringt aber nur ein paar Cent. Der Chart steigt derweil weiter, weil auch sonst niemand verkaufen kann.

Warnzeichen

Im Handelsverlauf nur Käufe und keine Verkäufe. Ein Contract, dessen Quellcode im Block Explorer nicht verifiziert ist, oder einer mit Funktionen wie blacklist, setFee oder pause unter Kontrolle des Besitzers. Ein Token, der über unaufgeforderte Nachrichten, falsche Airdrops oder Hype-Gruppen mit schnellen Gewinnversprechen beworben wird. Token, die den Namen eines bekannten Projekts kopieren, aber eine andere Contract-Adresse haben.

So schützt du dich

Prüfe die Contract-Adresse im Block Explorer, schau, ob andere Wallets erfolgreich verkauft haben, und nutze Token-Prüftools nur als einen Hinweis, denn Honeypots sind darauf ausgelegt, sie zu umgehen. Kaufe nur Token, deren offiziellen Contract du über die eigenen Kanäle des Projekts bestätigt hast. Steckst du schon fest, zahle niemandem Geld, der verspricht, deine Token freizuschalten.

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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.

Mit welchen Funktionen in einem Token-Contract lassen sich Verkäufe blockieren oder besteuern, und wie erkenne ich sie?Coach fragen →

Häufige Fragen

Kann ich einen Honeypot-Token jemals verkaufen?

Meist nicht oder nur mit fast vollständigem Verlust. Die Einschränkungen stehen im Contract und werden von dessen Besitzer gesteuert.

Sind Honeypot-Checker zuverlässig?

Sie erkennen viele bekannte Muster, aber nicht alle. Manche Honeypots erlauben anfangs Verkäufe und schalten die Sperren erst später ein.

Ist Honeypot auch außerhalb von Krypto ein Begriff?

Ja. In der IT-Sicherheit ist ein Honeypot ein Lockvogel-System für Angreifer. Krypto-Betrüger haben das Wort für Token übernommen, die Käufer anlocken.

Verwandte Begriffe

Rug PullExit ScamDEX (Dezentrale Börse)Smart-Contract-RisikoToken-AllowanceDue Diligence

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