Bärenmarkt
Ein Bärenmarkt ist ein anhaltender Zeitraum fallender Kurse und schwacher Stimmung. An Aktienmärkten gilt meist ein Rückgang von 20 % oder mehr vom jüngsten Hoch als Schwelle; bei Krypto bedeuteten Bärenmärkte oft viel tiefere Einbrüche über ein Jahr oder länger.
Wie ein Bärenmarkt definiert wird
Die 20-%-Regel stammt von den Aktienmärkten und ist eine Konvention, keine offizielle Schwelle. Krypto fällt selbst in steigenden Märkten regelmäßig innerhalb weniger Wochen um 20 %. Bei Krypto beschreibt der Begriff daher meist einen längeren Trend aus tieferen Hochs und tieferen Tiefs, sinkendem Volumen und schwindendem Interesse.
Der Name wird oft mit der Angriffsbewegung eines Bären erklärt, der mit den Pranken nach unten schlägt. Das Gegenstück ist der Bullenmarkt.
Wie frühere Krypto-Bärenmärkte aussahen
Bitcoin fiel in den Bärenmärkten 2018 und 2022 jeweils um mehr als 75 % von seinem Hoch, viele Altcoins verloren 90 % oder mehr. 2022 kamen steigende Zinsen und kryptospezifische Zusammenbrüche zusammen, darunter Terra im Mai und FTX im November.
Bärenmärkte legen zudem schwache Geschäftsmodelle offen. Projekte, die auf steigende Kurse oder Token-Belohnungen angewiesen waren, verloren Nutzer, und einige Kreditplattformen und Börsen wurden zahlungsunfähig.
Ein Beispiel
Angenommen, ein Coin erreicht in der Spitze 100 Dollar und fällt über zwölf Monate auf 30 Dollar, mit kurzen Erholungen auf 50 Dollar, die wieder abebben. Jede Erholung kann sich wie der Beginn einer Wende anfühlen, doch das Muster tieferer Hochs setzt sich fort. Um wieder 100 Dollar zu erreichen, müsste sich der Coin vom Tief aus mehr als verdreifachen.
Typische Fehler
Jeden Rücksetzer mit geliehenem Geld zu kaufen, führt oft zum Totalverlust, denn auf einen Rückgang um 50 % kann ein weiterer um 50 % folgen. Ein weiteres Risiko sind Plattformen mit hohen Renditeversprechen; 2022 froren mehrere davon Auszahlungen ein.
Der umgekehrte Fehler: alles am Punkt der größten Angst zu verkaufen, der sogenannten Kapitulation, nachdem man den Großteil des Rückgangs ausgesessen hat. Vorab festzulegen, wie viel Risiko du tragen kannst, und genug Geld außerhalb von Krypto zu halten, hilft gegen beides.
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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.
Was hatten die Krypto-Bärenmärkte 2018 und 2022 gemeinsam, und was war anders?Coach fragen →
Häufige Fragen
Wie lange dauern Krypto-Bärenmärkte?
Eine feste Dauer gibt es nicht. Frühere Krypto-Bärenmärkte dauerten vom Hoch bis zum Tief rund ein Jahr oder länger, doch es gab nur wenige Zyklen, und künftige können anders verlaufen.
Ist ein Rückgang um 20 % bei Krypto immer ein Bärenmarkt?
Nein. Rückgänge um 20 % kommen bei Krypto häufig vor, auch in steigenden Märkten. Analysten betrachten den längeren Trend, nicht eine einzelne Schwelle.
Was ist das Gegenteil eines Bärenmarkts?
Ein Bullenmarkt, also ein anhaltender Zeitraum steigender Kurse und Zuversicht.
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