Krypto-Glossar

Unbegrenzte Freigabe

Eine unbegrenzte Freigabe erlaubt einem Smart Contract, beliebig viele Einheiten eines bestimmten Tokens aus deinem Wallet zu bewegen, ohne Obergrenze und ohne Ablaufdatum. Sie spart Gebühren und Klicks, setzt aber dein ganzes Guthaben dieses Tokens aufs Spiel, falls der Contract missbraucht wird.

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Was unbegrenzt wirklich heißt

Bevor du eine dezentrale App nutzt, erlaubst du ihr, einen Token in deinem Namen auszugeben. Diese Freigabe enthält eine Zahl, die Allowance. Viele Apps verlangen die größte Zahl, die der Token-Standard speichern kann, einen Wert, der praktisch unendlich ist. Im Wallet erscheint das oft als unlimited oder als sehr lange Zahl.

Die Freigabe gilt für einen Token auf einer Adresse, nicht für dein ganzes Wallet. Sie umfasst aber alles, was du von diesem Token jetzt hältst und künftig erhältst, bis du sie widerrufst.

Warum Apps danach fragen

Jede Freigabe ist eine eigene On-Chain-Transaktion mit eigener Gebühr. Wenn du jede Woche auf derselben Börse tradest, müsstest du bei exakten Beträgen jedes Mal doppelt zahlen und doppelt bestätigen. Eine unbegrenzte Freigabe spart das, deshalb wurde sie in DeFi vielerorts zum Standard.

Ein Beispiel, wie es schiefgeht

Angenommen, du hast vor zwei Jahren einer Yield-App eine unbegrenzte Freigabe für USDC erteilt und 500 USDC eingezahlt. Du hast längst abgehoben und die Sache vergessen. Heute liegen 20.000 USDC in deinem Wallet. Wird der Contract der App gehackt oder handeln die Betreiber böswillig, kann er dank der vergessenen Freigabe alle 20.000 abziehen, nicht nur die ursprünglichen 500.

Das ist keine Theorie. Fehler in freigegebenen Contracts und manipulierte Website-Frontends haben Angreifern immer wieder erlaubt, Token von Nutzern mit Freigaben abzuziehen. Im Dezember 2021 etwa brachte ein eingeschleustes Skript auf der Website von BadgerDAO Nutzer dazu, eine Adresse des Angreifers freizugeben; über diese Freigaben wurden später Gelder abgezogen.

Sicherere Gewohnheiten

Wenn dein Wallet es zulässt, ändere den angefragten Betrag auf das, was du wirklich nutzen willst, ein sogenanntes Ausgabelimit. Nutze für einmalige Apps exakte Freigaben. Halte größere Bestände in einem Wallet, das nicht mit DeFi interagiert. Prüfe alle paar Monate deine Freigaben mit einem Token-Approval-Checker auf einem Block Explorer und widerrufe, was du nicht mehr nutzt, vor allem bei alten oder unbekannten Contracts.

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Coach ist die KI von AtenaCrypto. Sie erklärt Krypto mit Live-Marktdaten, in einfachen Worten.

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Häufige Fragen

Ist eine unbegrenzte Freigabe immer gefährlich?

Nicht automatisch. Sie ist genau so sicher wie der Contract, den du freigibst. Ein geprüfter, viel genutzter Contract ist weniger riskant als ein unbekannter, risikofrei ist aber keiner, und das Risiko besteht, bis du widerrufst.

Bekommt ein Contract damit Zugriff auf alle meine Coins?

Nein, nur auf einen bestimmten Token. Mit der Zeit kommen aber oft viele einzelne unbegrenzte Freigaben zusammen, die gemeinsam einen großen Teil deines Wallets abdecken.

Wie entferne ich eine unbegrenzte Freigabe?

Verbinde dein Wallet mit einem Token-Approval-Checker auf einem Block Explorer oder einem Revoke-Tool und sende eine Widerrufs-Transaktion, die die Allowance auf null setzt. Das kostet eine kleine Netzwerkgebühr.

Verwandte Begriffe

Token-AllowanceRevokeAusgabelimitSmart-Contract-RisikoApproval-ScamERC-20

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